Feuerwehr Bertoldsheim

gegründet 1877

Im Notfall

02.04.15

Was tun, wenn es brennt?

  1. Alarmieren Sie über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr.
  2. Beantworten Sie die Fragen der Leitstelle klar und eindeutig.
  3. Bringen Sie sofort eventuell gefährdete Personen in Sicherheit.
  4. Wenn Sie sehen, dass Sie einen Brand mit einem Löschgerät selbst nicht mehr löschen können, schließen Sie die Türen, die zum Brandherd führen.
  5. Geschlossene Türen halten nicht nur Flammen und Hitze zurück, sie schützen auch vor Rauch und Qualm.
  6. Sollten Sie in einem Raum eingeschlossen sein, dichten Sie die Tür zum Brandherd und das Schlüsselloch mit möglichst feuchten Tüchern ab. Stellen Sie sich ans geöffnete Fenster und machen sich durch Zeichen oder Hilferufe auf sich aufmerksam.
  7. Wenn Sie es nicht vermeiden können, nur durch einen verrauchten Raum ins Freie zu gelangen, laufen Sie in gebückter Haltung oder kriechen Sie möglichst am Boden entlang. Rauch senkt sich relativ langsam nach unten.

 

Endlich! Die Feuerwehr rückt an.

Die schnellste Feuerwehr kommt zu spät, wenn der Zugang zum Feuer unnötig behindert wird. Achten Sie deshalb im Alltag darauf, dass Rettungsdienste stets freie Fahrt haben: Stellen Sie Ihr Fahrzeug immer so ab, dass eine Mindestdurchfahrbreite von drei Metern verbleibt. Bedenken Sie beim Parken in Kurven, dass Feuerwehrfahrzeuge einen größeren Kurvenradius besitzen als ein PKW. Stellen Sie Ihr Fahrzeug nie in Bereichen ab, die als Brandschutzzone, Feuerwehrzufahrt oder Feuerwehraufstellfläche gekennzeichnet sind. Da die Feuerwehr nicht jedes Gebäude direkt anfahren kann, müssen oft längere Strecken zu Fuß – auch mit schwerem Einsatzgerät –zurückgelegt werden. Beachten Sie, dass diese Zugänge eine Breite von über 1 m haben müssen und benutzen Sie diese Wege deshalb nie als Abstellflächen.

 

Hilfe, Gas tritt aus!

Wenn Sie den typischen Geruch von Gas feststellen, müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, um eine folgenschwere Gasexplosion zu vermeiden:

  1. Betätigen Sie ab sofort keine elektrischen Geräte.
  2. Warnen Sie Nachbarn und Hausbewohner durch Rufen oder Klopfen – benutzen Sie nie die Türklingel sowie Lichtschalter!
  3. Wenn möglich, sperren Sie das Ventil zum Gaszähler ab oder schließen Sie den Hauptgashahn im Keller.
  4. Lüften Sie das Gebäude durch Öffnen der Fenster und Türen.
  5. Verlassen Sie mit Ihren Mitbewohnern das Gebäude.
  6. Benachrichtigen Sie sofort Stadt- oder Gaswerke, aber tun Sie dies nicht über ein Telefon in dem gefährdeten Bereich!

 

Sind Sie Raucher?

Leider passiert es immer wieder, dass die Zigarette im Bett die sprichwörtlich letzte wird. Dabei kann die Einhaltung weniger Grundregeln sicherstellen, dass Sie als Raucher weder sich noch Ihre Mitmenschen gefährden:

Rauchen Sie Ihre Gute- Nacht-Zigarette nie im Sessel oder Bett – vor allem nicht, wenn Alkohol im Spiel ist. Diese Vorsichtsmaßnahme lohnt sich auf jeden Fall, denn selbst wenn Sie im Brandfall mit heiler Haut davon kommen, braucht die Versicherung in solchen Fällen grober Fahrlässigkeit nicht zu zahlen. Benutzen Sie stets einen Aschenbecher, und drücken Sie Zigaretten und Zigarren sorgfältig aus.

 

Tipps für Stromer

Elektrizität gehört zu den häufigsten Brandursachen in Privathaushalten. Die wichtigsten Risiken lassen sich aber ganz einfach minimieren:

  1. Sichern Sie Steckdosen mit Kindersicherungen ab.
  2. Kaufen Sie nur elektrische Geräte mit den Zeichen GS (Geprüfte Sicherheit) und VDE (Verband Deutscher Elektrotechniker).
  3. Lassen Sie eingeschaltete elektrische Geräte nie unbeaufsichtigt – auch wenn eine Abschaltautomatik vorhanden ist.
  4. Nie gleichzeitig mehrere Geräte über eine Steckdose oder ein Verteilerstück betreiben! Die elektrischen Leitungen können sich erwärmen und die Isolierung zum Schmelzen bringen – besonders bei alten Stromleitungen.
  5. Gerätestecker nie am Kabel aus der Steckdose reißen!
  6. Stellen Sie Wärme erzeugende Geräte wie Bügeleisen oder Tauchsieder niemals auf eine brennbare Unterlage. Heizgeräte und Lampen nie in der Nähe brennbarer Gegenstände betreiben! Sie erzeugen genug Wärme, um einen Brand zu verursachen.
  7. Eingebaute Fernsehgeräte sollten mindestens zehn Zentimeter „Luft“ haben. Schließen Sie nach dem Abschalten die Schranktüren erst, wenn das Gerät abgekühlt ist. Nutzen Sie Fernseher oder Videorekorder für längere Zeit nicht, schalten Sie diese über den Hauptschalter ab. Ziehen Sie bei Gewitter die Antennen- und Netzstecker.
  8. Das Ausfallen einer Sicherung deutet auf Überspannung oder ein defektes elektrisches Gerät hin. Lassen Sie den Defekt durch einen fachmännischen Betrieb prüfen.

 

Der Winter kann kommen!

Ein paar Vorsichtsmaßnahmen sind bei Heizöfen, offenen Kaminen und Gasheizkörpern in der Wohnung ratsam, damit diese nicht zu Zündquellen werden.

  1. Kohleöfen müssen immer an einen Kamin angeschlossen sein. Abgase dürfen nicht direkt ins Freie geleitet werden.
  2. Abgas- und Ofenrohre müssen genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen haben. Lassen Sie undichte Abgasrohre sofort auswechseln.
  3. Öfen gehören nicht direkt auf Holzfußböden, sondern auf eine nicht brennbare Unterlage.
  4. Hängen Sie keine Wäsche zum Trocknen neben oder über den Ofen. Lagern Sie keine brennbaren Gegenstände direkt neben dem Ofen oder Kamin.
  5. Heiße Asche gehört nicht in den Mülleimer, sondern in einen verschließbaren, nicht brennbaren Behälter.
  6. Lassen Sie sich vor dem Einbau eines Kamins von Ihrem Schornsteinfeger beraten. Er ist auch für die Abnahme zuständig.
  7. Lassen Sie Ihren offenen Kamin nie unbeaufsichtigt. Verwenden Sie einen Stehrost, der verhindert, dass heiße Glut aus dem Kamin fallen kann.
  8. Die Reinigungsöffnungen am Kamin müssen stets zugänglich sein.
  9. Gasthermen in Bad oder Küche ziehen ihre Verbrennungsluft aus dem Raum. Dichten Sie die Luftschlitze in den Türen niemals ab, damit im Brennraum kein Sauerstoffmangel entsteht.
  10. Wird ein Dunstabzug im selben Raum benutzt, muss für ausreichend Luftzufuhr gesorgt werden. Ein Sicherheitsschalter zur Überwachung ist dabei Pflicht!

 

Ich bin dann mal weg!

Sind Haus oder Wohnung vorübergehend unbewohnt, z. B. in der Urlaubszeit, erhöht sich das Schadenrisiko durch Einbruch, Brandstiftung oder unbemerkte technische Defekte. Deshalb sollten Sie rechtzeitig Vorbeugemaßnahmentreffen:

  1. Unterbrechen Sie alle möglichen elektrischen Stromkreise und schalten Sie Sicherungen aus. Vergessen Sie aber nicht, dass z. B. die Gefriertruhe Strom braucht!
  2. Stellen Sie die Gasversorgung und den Wasserzufluss (besonders an Wasch und Spülmaschinen) ab. Achtung: Im Winter muss die Heizung betriebsbereit bleiben!
  3. Ziehen Sie Antennen- und Netzstecker heraus. Schließen Sie alle Türen im Haus, ohne sie jedoch abzuschließen. Im Ernstfall hilft das, eine Brandausbreitung zu verhindern. Geben Sie möglichen Brandstiftern keine Chance: Entfernen Sie im Außenbereich alle brennbaren Gegenstände.

 

Weihnachtszeit ist die Zeit der Lichter, nicht der Flammen!

Zur Weihnachtszeit gehören Adventskranz und Weihnachtsbaum zur festlichen Stimmung. Damit aus kleinen Lichtlein kein Brand entsteht, sollten Sie einige Regeln beachten:

  1. Stellen Sie Kerzen nie auf eine brennbare Unterlage oder in die Nähe brennbarer Gegenstände! Kerzenhalter sollten unbedingt standfest und aus nicht brennbarem Material sein!
  2. Stellen Sie den Weihnachtsbaum oder Adventskranz in ausreichende Entfernung von brennbaren Gegenständen und Heizkörpern: Durch Heizungswärme trocknen die Nadeln schnell aus und sind noch leichter entzündbar.
  3. Bringen Sie Kerzen am Weihnachtsbaum in genügend Abstand zu darüber liegenden Zweigen an. Die Kerzen stets von hinten nach vorn und von oben nach unten anzünden und in umgekehrter Reihenfolge löschen.

 

Damit das Feuer am Himmel bleibt!

Silvester ist für die Feuerwehren die härteste Nacht im Jahr. Dabei kann jeder mithelfen, Personen- und Sachschäden durch vorbeugende Brandschutzmaßnahmen zu verhindern:

  1. Entfernen Sie schon vor Silvester alle brennbaren Materialien von Balkon und Terrasse, damit verirrte Raketen keine Nahrung finden.
  2. Sorgen Sie dafür, dass am Silvesterabend alle unbeaufsichtigten Fenster oder Haustüren geschlossen sind.
  3. Brennen Sie ein Feuerwerk nur dann in geschlossenen Räumen ab, wenn es ausdrücklich dafür zugelassen ist!

 

Wenn Sie schon beim Feiern sind

Kerzenlicht sorgt für warme Stimmung, doch Sie sollten folgende Grundregeln einhalten:

  1. Luftschlangen und Girlanden sollten aus schwer entflammbarem Material bestehen. Im Fachhandel ist für diese Artikel die Bezeichnung „B1“ gebräuchlich.
  2. In dekorierten Räumen nie mit offener Flamme hantieren.
  3. Für Kostüme oder Masken möglichst wenige, leicht brennbare Materialien wie Papier oder Kunststoff verwenden!
  4. In geschlossenen Räumen keine Lampions mit Wachskerzen verwenden. Brennende Kerzen stets im Auge behalten und nicht auf brennbare Unterlagen stellen.
  5. Entleeren Sie volle Aschenbecher nie in den Mülleimer oder Papierkorb, sondern nur in feuerfeste Behältnisse.
  6. Halten Sie einen Feuerlöscher, eine Löschdecke oder einen Eimer Wasser bereit.

 

Feuer im Freien – aber nur in Grenzen.

Wer im eigenen Garten Laub verbrennen will, muss sich nicht nur mit den Nachbarn gut verstehen – er ist auch zu Vorsichtsmaßnahmen verpflichtet:

  1. Selbst wo das Verbrennen von Gartenabfällen oder Holz behördlich genehmigt ist, ist das Verbrennen von Altöl oder Hausmüll generell verboten.
  2. Verzichten Sie in trockenen Jahreszeiten grundsätzlich auf offenes Feuer.
  3. Zu Gebäuden, Bäumen, Sträuchern und Straßen Abstand halten!
  4. Brennen Sie nicht zu viel Material auf einmal ab, vermeiden Sie Funkenflug.
  5. Offenes Feuer grundsätzlich beaufsichtigen und Löschmittel (z. B. Gartenschlauch) bereithalten.

 

Ach welch ein Duft, in der Abendluft

Wer grillt nicht gern zur Sommerzeit? Wenn man allerdings bedenkt, dass Flammen ungefähr 800 °C, die Grillkohlenglut etwa 500 °C, ein Grillgehäuse rund 400 °C und der Grillrost ca. 500 °C Hitze aufweisen, werden die Gefahren deutlich.

  1. Der Grill muss einen festen Stand haben!
  2. Halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien.
  3. Vergewissern Sie sich, dass die Glut nicht vom Wind verweht werden kann. Im Sommer besteht dabei die höchste Brandgefahr.
  4. Grillen Sie nie in einem Raum ohne Zu- und Abluftmöglichkeiten. Sauerstoffentzug und Kohlenmonoxidbildung bedeuten Erstickungs- und Vergiftungsgefahr.
  5. Das Anzünden von Holzkohle erfordert Geduld. Verwenden Sie nur handelsübliche Grillanzünder, nie Benzin oder Spiritus als Brandbeschleuniger: Beide bilden schon bei 20 °C brennbare Dämpfe. Beim Anzünden kann sich die Dampfwolke explosionsartig entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.
  6. Spritzen Sie niemals brennbare Flüssigkeiten aus einer Flasche in den Grill, das gilt auch für „Hochprozentiges“! Durch Rückzündung kann sich der Inhalt entflammen und Sie halten einen „Molotowcocktail“ in der Hand.
  7. In die Grillkohle tropfendes Fett kann Feuer fangen und das Grillgut entzünden. Halten Sie immer Wasser zum Löschen bereit. Vorsicht vor allem beim Holzkohlegrill, da dort die größte Gefahr von Verbrühungen besteht: Löschwasser verdampft schlagartig.
  8. Achten Sie bei einem Gasgrill darauf, dass die Anschlüsse dicht sind. Der Verbindungsschlauch darf nicht der Hitze ausgesetzt werden. Austretendes Gas entzündet sich leicht. Entsorgen Sie Grillkohle erst, wenn sie völlig erkaltet ist. Füllen Sie sie zur Sicherheit nie in Kartons oder Kunststoffbehälter.

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